radieschen hat geschrieben:Judenfeindliche Einstellungen sind nach Einschätzung von Experten in „erheblichem Umfang“ bis in die Mitte der deutschen Gesellschaft hinein verankert. Bei etwa einem Fünftel der Bevölkerung gebe es einen latenten Antisemitismus.
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Gesellschaft: Bericht: Antisemitismus-Problem in Deutschland - weiter lesen auf FOCUS Online:
http://www.focus.de/politik/deutschland ... 05660.html
Als Betroffene finde ich es erschreckend, dass gut 20 Prozent der Deutschen immer noch antisemitisch eingestellt sind.
Hat man aus der Geschichte denn nichts gelernt?
Das Problem ist nur, das diese rund 20% der Rassisten, die es wohl immer noch in Deutschland gibt, die 80% der
"normaldenkenden Bevölkerung" in den Hintergrund drückt. Ich finde es immer wieder schade, das so eine kleine Minderheit von Idioten die große Mehrheit in der öffentlichkeit übertrumpft.
Ich meine sogar, dass sich braunes Denken und Anisemitismus seit der Wiedervereinigung massiv verstärkt hat,
Das kann schon sein, Nora. Vielen - speziell im westlichen Teil Deutschlands - geht es nämlich seitdem schlechter, oder irre ich mich da?
Wenn der persönliche Wohlstand darüber ausschlaggebend sein sollte, ob ich andere Kulturen, Relegionen, usw. verachte oder nicht, dann wäre das schon ein Armutszeugnis an sich.
Aber ehrlich gesagt glaube ich auch nicht an diese These von arm und rassitisch. Meiner Frau und mir geht es finanziell auch nicht gut und trotzdem sind wir alles andere als Fremdenfeindlich. Und das dieses auch noch etwas mit der Wiedervereinigung zu tun haben soll, halte ich für total absurd.
Ich denke viel mehr das es eine Sache von Erziehung und Aufklärung ist. Meine Eltern und meine Lehrer in der Schulzeit haben uns immer zur freien Meinungsbildung erzogen, mein Vater war 1989 bei den Demos in Leipzig dabei, wo die Leute damals Kopf und Kragen für Demokratie und Freiheit riskierten ... Ich denke das vor allem solche Sachen für die nachfolgenden Generationen zur politischen Meinungsbildung beitragen.
Wir, die jetzt in der Verantwortung stehen den jungen - heranwachsenden Leuten das politische Bewusstsein zu vermitteln, müssen darauf vor allem acht geben, das man die deutsche Geschichte, mit allen positiven wie aber auch negativen Aspekten niemals vergisst.